Die Sportredaktion des Lauterbacher Anzeigers in Person von Kai Kopf sprach mit Trainerin Theresia "Resi" Kuttenkeuler, die im Laufe ihrer Spieler-Laufbahn unter anderem für den TSV Grebenhain in der Oberliga Hessen auf Torejagd gegangen ist.
Der Handball hat seinen festen Platz im Vogelsberger Sport, auch wenn sich im Altkreis Lauterbach nicht die Masse an Vereinen findet wie beispielsweise im Gießener Raum. Richtig Furore machte die HSG Vulkan Vogelsberg zu Beginn der 2000er Jahre, als vor allem das Männerteam die sportlichen Schlagzeilen bestimmte. Bis in die Regionalliga Südwest führte der Weg der Spielgemeinschaft mit den Stammvereinen TV Angersbach, TV Lauterbach und TV Maar. Damit einhergehende (vor allem finanzielle) Unregelmäßigkeiten sorgten allerdings dafür, dass die Zukunft des Handballsports und auch die der betroffenen Stammvereine auf der Kippe standen.
Längst haben die Verantwortlichen aber dafür gesorgt, dass die Spielgemeinschaft HSG Vulkan auf einem soliden Fundament fußt. Ein Schlüssel dazu ist fraglos die Jugendarbeit, die von der Spielgemeinschaft seit geraumer Zeit sehr intensiv betrieben wird. Für die weibliche C-Jugend zeichnet Theresia Kuttenkeuler verantwortlich. Die Sportredaktion sprach mit der 49-Jährigen, die im Laufe ihrer Spieler-Laufbahn unter anderem für den TSV Grebenhain in der Oberliga Hessen auf Torejagd gegangen ist.
THERESIA KUTTENKEULER
Alter: 49 Jahre (30. Juni 1970)
Wohnort: Lauterbach-Allmenrod
Funktion: Trainerin
Familienstand: verheiratet
Hobbys: Handball, Lesen, Fahrrad fahren
Bisherige Vereine: SG Bordesholm/Brügge (Schleswig-Holstein), TSV Grebenhain, HSG Vulkan Vogelsberg (TV Lauterbach)
Was treibt Sie zur Mitarbeit im Verein an?
Ich habe selbst 35 Jahre aktiv Handball gespielt. Während meiner aktiven Zeit habe ich zwischendurch immer mal wieder eine Handballmannschaft trainiert. Es macht mir viel Spaß, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, ihnen etwas beizubringen. Ich hoffe, dass ich möglichst vielen Spielerinnen in meiner Mannschaft nicht nur Handball beibringen kann, sondern dass ich bei gewonnenen Spielen mit ihnen feiern kann, aber dass man auch Krisen zusammen meistern kann.
Wie bewerten Sie die Entwicklung des Vereins?
Die HSG Vulkan Vogelsberg hat in den vergangenen Jahren viel für die Jugendarbeit gemacht. Die Anzahl der Jugendmannschaften hat sich immer weiter erhöht. Daher bewerte ich die Entwicklung des Vereins als äußerst positiv.
Wie ist die Entwicklung Ihres Teams?
Ich trainiere meine Mannschaft jetzt im zweiten Jahr. Das erste Jahr war sehr erfolgreich und wir sind ohne Punktverlust Meister geworden. In der Saison 2019/20 sind wir dann mit einer eher jungen Mannschaft in die weibliche C-Jugend gekommen. Da die Mannschaft sehr jung ist und noch viele Mädchen in der weiblichen D-Jugend spielen können, war es ein eher schweres Jahr. Viele Gegnerinnen waren deutlich größer als die meisten Spielerinnen meiner Mannschaft. In diesem Alter machen ein oder zwei Jahr mehr viel aus. Daher mussten wir diese Saison viel Lehrgeld bezahlen. Aber man hat vor allem in den letzten Spielen gesehen, dass sich der Angriff verbessert hat. Das Laufen ohne Ball klappt deutlich besser als zu Beginn der Saison. Wir haben auch in der Rückrunde viele Spiel verloren, aber die meisten Niederlagen waren längst nicht so deutlich wie bei der Hinrunde.
Wer sind Ihre Unterstützer?
Zunächst einmal werde ich von Heike Walter als Co-Trainerin unterstützt. Aber auch die Eltern der Spielerinnen machen viel für die Mannschaft. Sie fahren die Mädchen zum Training und zu den Spielen. Zudem wird der Kuchenverkauf bei Heimspielen von den Eltern organisiert.
Was sind die Träume, Ziele für die kommenden Jahre?
Mein Wunsch für die nächsten Jahre ist, dass die Mannschaft so zusammenbleibt, wie sie ist. Wir sind natürlich auch für neue Spielerinnen offen. Außerdem soll der Zusammenhalt noch besser werden. Für das nächste Jahr wünsche ich mir einen Tabellenplatz im oberen Drittel.
Gibt es besondere Wünsche an das Umfeld und/oder den Verein? Was könnte besser laufen?
Mein größter Wunsch wäre, wenn ich zwei eigene Trainingszeiten hätte. Ich weiß aber, dass es leider zu wenig Hallenzeiten gibt.
Das Team der weiblichen C-Jugend der HSG Vulkan Vogelsberg mit ihren Trainerinnen Theresia Kuttenkeuler und Heike Walter. Foto: Kempf