Handballsaison wird unterbochen, erst einmal

Es kommt nicht überraschend, denn viele hatten es bereits erwartet: Im Hessenland wird bis auf Weiteres kein Handball mehr gespielt. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen vom ersten Wochenende, an dem es zu zahlreichen Spielabsagen gekommen war, machten die Verantwortlichen am Donnerstag Nägel mit Köpfen. Am Vormittag wurde bekannt, dass in den Ober- und Landesligen der Spielbetrieb sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbereich bis einschließlich 8. November unterbrochen wird.

Zu dieser Entscheidung sah sich das Präsidium des Hessischen Handball-Verbandes um Präsident Gunter Eckart gezwungen durch die "stark ansteigenden Infektionszahlen und der Anzahl der bereits durch die Vereine abgesagten Spiele".

Es habe sich zwar gezeigt, dass die bisher durchgeführten Maßnahmen des HHV seitens der Vereine sehr gut und zum größten Teil auch sehr verantwortungsbewusstakzeptiert worden seien. "Trotzdem sind wir der Meinung, dass eine zeitweise Unterbrechung der Runde für den gesamthessischen Spielbetrieb nötig ist, da dieser aufgrund der berechtigten Maßnahmen vieler Städte und Landkreise nahezu zum Erliegen gekommen ist", so Eckart. Das Präsidium behalte die Lage weiterhin im Blick und werde "rechtzeitig über das weitere Vorgehen nach dem 8.November entscheiden".

Um die Mittagszeit zog der Bezirk Melsungen-Fulda nach und setzte den heimischenSpielbetrieb sogar bis einschließlich 13. November aus. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, eine Woche länger zu pausieren. Schließlich bewegen wir uns im absoluten Amateurbereich", begründete Bezirkspressewart Torsten Schmidt die zeitliche Ausdehnung im heimischen Raum. Bis zur (eventuellen) Wiederaufnahme am 14. November werden auch keine Freundschaftsspiele stattfinden.

Der Trainingsbetrieb kann unterdessen - unter Beachtung der Hygienerichlinien in Abhängigkeit der Entscheidungen der Landkreise und des Landes Hessen - erfolgen."Der Bezirk wird das Geschehen weiter beobachten und die Entscheidung zur Aufnahme des Spielbetriebes von der weiteren Entwicklung der Fallzahlen abhängig machen. Als Orientierung wird hier die Einstufung der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts dienen", so Schmidt.

"In Abwägung aller Erkenntnisse und dem wichtigsten Ziel "Gesundheit" hat der Bezirk keine Alternativen zur getroffenen Entscheidung gesehen. Wir hoffen auf eine Eindämmung und rückläufige Fallzahlen - und werden dann alle Möglichkeiten zur Aufnahme des Spielbetriebes prüfen", heißt es in einer Mitteilung des Bezirksspielausschusses.