HSG Vulkan Vogelsberg verspielt Fünf-Tore-Vorsprung

Zwölf Spieltage in der aktuellen Runde der Handball-Bezirksliga A Melsungen-Fulda blieb die Weste der HSG Vulkan Vogelsberg unbefleckt - bei seinem 13. Auftritt kassierte das Stock-Team nun seine erste Niederlage. Gegen den Rangachten HSG Landeck-Hauneck - zuvor erst zweimal siegreich unterwegs gewesen - unterlagen die heimischen Handballer knapp mit 26:27 (17:12). Die Entscheidung Meisterschaft haben die Vulkanier aber auch weiterhin in der eigenen Hand, zumal Verfolger TV Jahn Neuhof ebenfalls überraschend gegen den TLV Eichenzell patzte.

 

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"Es ist natürlich so, dass man auch mal wieder ein Spiel verliert, aber ehrlich gesagt: Gegen so einen Gegner darf dir das keinesfalls passieren. Das war eine absolut unnötige Niederlage", ärgerte sich Vulkan-Coach Michael Stock über den Ausrutscher vor heimischem Publikum, vor dem man anfänglich gemeinsam mit den F-Junioren eingelaufen war. Von Beginn an hatte der gastgebende Primus mit Problemen in der eigenen Abwehr zu kämpfen (4:5, 6.). "Wir haben es nicht geschafft, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten", so Stock. Erst kurz vor dem Pausenpfiff fing sich der Favorit und ging schließlich mit einem 17:12-Vorteil (30.) in die Kabine. "Ich hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass sich die Mannschaft nun endlich stabilisiert und gefunden hat. Dann hat uns aber die Pause irgendwie das Genick gebrochen", stellte der Vulkan-Übungsleiter fest. Tatsächlich ging den Hausherren nach dem Seitenwechsel der Spielfluss wieder abhanden, in der 41. Minute glichen die Gäste auf 19:19 aus.

Die Vogelsberger ließen nun gehäuft zu einfache Gegentreffer zu und erlaubten sich selbst in der Vorwärtsbewegung erhebliche "Konzentrationsschwächen im Abschluss", so Stock. Kurz vor Schluss hieß es 26:26 - ein Remis waberte in der Hallenluft. Doch noch in der letzten Sekunde gelang es Landeck-Haunecks Maik Baumann, nach einem schnell ausgeführten Freiwurf, den Gästen mit seinem neunten Tagestreffer zum Sieg zu verhelfen. "Wir haben den Sieg und auch den Punkt nicht verdient. Jetzt haben wir wieder etwas mehr Zugzwang und vor allem drei Spiele vor uns, die schwer werden. Nun muss wieder ein Umdenken stattfinden", forderte Michael Stock in Richtung seiner Mannschaft.

HSG Vulkan Vogelsberg: Heinrich, Köhler; Loll, May, Kajdasz, Lippert (5), Daberkow (4), Ma. Wahl (2), Dickel (8/3), A. Wahl (2), Stock (3), Hedrich, Weppler, Mi. Wahl (2).