Bezirksliga A: HSG Vulkan Vogelsberg mit Comeback-Qualitäten an die Spitze

Die Handballer der HSG Vulkan Vogelsberg wahren nach dem vergangenen Wochenende in der Bezirksliga A Melsungen-Fulda als einziges Team die begehrte weiße Weste. Im Spitzenspiel gegen den bis dato ebenfalls unbezwungenen TV Jahn Neuhof setzte sich das Stock-Team nach einer starken Comeback-Leistung mit 29:23 durch.

Herren neuhof"Es war das erwartete Spitzenspiel, auf das wir uns ehrlich gesagt auch gefreut hatten", sagte HSG-Spielertrainer Michael Stock nach dem Aufeinandertreffen vor rund 200 Zuschauern. Anfänglich taten sich die Hausherren allerdings noch schwer, hatten etwas Sand im Getriebe, während Neuhof insbesondere offensiv stark aufspielte und bis zur 16. Minute auf 9:5 enteilte. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs fingen sich die Vulkanier, fanden nun - vor allem bei der Deckungsarbeit - besser in die Spur und glichen in der 24. Minute zunächst durch Top-Torschütze Jonas Dickel (zehn Tore) auf 9:9 aus. Der TV Jahn entwischte daraufhin nochmals auf 11:9, doch bis zum Pausentee war die HSG wieder dran (12:12, 30.).

Nach dem Wiederanpfiff schraubten die Gastgeber offensiv an einigen Stellschrauben, was rasch fruchtete, und agierte auch defensiv noch konzentrierter. "Man muss ganz klar sagen, dass die Deckung in Halbzeit zwei richtig gut funktioniert hat", freute sich Stock. Ab der 36. Minute gingen die Vogelsberger mit 15:14 in Front und gaben ihren Vorteil fortan auch nicht mehr aus den Händen. Allerdings blieb Neuhof zunächst noch bis auf ein oder zwei Treffer dran. In der finalen Viertelstunde war der Wille der Gäste dann aber endgültig gebrochen und die HSG gestaltet das Resultat deutlich.
"Das war ein verdienter Sieg. Vielleicht etwas zu hoch, aber man muss auch sagen, dass Neuhof in Halbzeit zwei keine Lösungen mehr gefunden hat, um hinten durchzukommen. Das war ein gutes und intensives Spiel, aber fair geführt", analysierte Stock, der zunächst im Grunde keinen seiner Schützlinge hervorheben wollte. Auffällig präsentierte sich dennoch René Kajdasz, der über 60 Minuten durchspielte "und keinen Zweikampf verloren hat, glaube ich", so Stock. Auch Lukas Köhler machte im HSG-Kasten einen glänzenden Job, urteilte der Übungsleiter, der unterm Strich aber in erster Linie die hervorragende Teamleistung seiner Schützling betonte.

HSG Vulkan Vogelsberg: Köhler; May (1), Kajdasz, Lippert, Daberkow (1), Michael Wahl (4), Hirsch, Dickel (10/2), Andreas Wahl (1), Stock (4), Weppler, Gorke (4), M. Wahl (4).